Demokratie ist mehr als nur eine Staatsform – sie ist ein vielschichtiges Konzept, das sich aus historischen Entwicklungen, politischen Strukturen, philosophischen Ideen sowie künstlerischen Ausdrucksformen speist. Im Rahmen des Studium Generale eröffnet das Thema Demokratie einen interdisziplinären Zugang: Die Geschichte zeigt ihre Ursprünge und Wandlungen, die Politik analysiert ihre Institutionen und Funktionsweisen, während die Philosophie grundlegende Fragen nach Freiheit, Gleichheit und Gerechtigkeit stellt. Die Kunst wiederum reflektiert demokratische Werte, kritisieren gesellschaftliche Missstände und tragen zur öffentlichen Meinungsbildung bei. So wird Demokratie als lebendiger Prozess verständlich, der ständig neu ausgehandelt und gestaltet werden muss.
22.10.
Was ist Demokratie – und warum ist sie heute so wichtig?
Der Vortrag bietet einen anschaulichen Überblick über die Geschichte der Demokratie, ihre grundlegenden Merkmale und ausgewählte Demokratietheorien. Im Anschluss werden vor dem Hintergrund der Jahrestagung des Deutschen Ethikrats „Demokratie schützen – Demokratie stärken“ aktuelle Herausforderungen und Zukunftsfragen der Demokratie diskutiert.
Dr. Judith Tech, Philosophin
19.11.,
Demokratie und / oder Frieden im Nahen Osten?
Eine Demokratisierung der arabischen Welt würde den Nahost-Konflikt befrieden, besagte lange Zeit eine politische Theorie in Israel. Doch heute stellt sich die Frage, ob es zwischen Demokratie und Frieden wirklich einen Zusammenhang gibt. Sind Demokratien nachweislich friedfertiger als autokratische Systeme? Diesen Fragen soll vor dem Hintergrund der aktuellen Lage nachgegangen werden.
Dr. Robert Staudigl, Politologe
10.12.,
Die Kunst der DDR – Zwischen Ideologie und Freiheit
Wie entwickelte sich die Kunst in der DDR zwischen staatlichen Vorgaben und individuellem Ausdruck? Der Kunsthistoriker Stefan Müller beleuchtet die spannende Entwicklung von den antifaschistischen Anfängen der Nachkriegszeit über den Sozialistischen Realismus bis hin zu den zunehmend freien und selbstbewussten künstlerischen Positionen der 1980er Jahre.
Ein faszinierender Einblick in eine Kunstwelt zwischen Anpassung, Widerstand und kreativer Selbstbehauptung.
Stefan Müller, M.A.Kunsthistoriker
25.02.
Nicht überall, wo „Demokratie“ draufsteht, ist auch Demokratie drin – zum Beispiel in der Demokratische Republik Kongo. Der Landesname verspricht demokratische Mitbestimmung, doch politische Realität und Machtstrukturen erzählen oft eine andere Geschichte. Der Vortrag lädt dazu ein, den Zusammenhang von Demokratie, Herrschaft und politischer Praxis kritisch zu hinterfragen.
Jochen Zellner, stellvertr. Leiter Europäische Akademie
Die Vorträge können auch einzeln gebucht werden.